{"id":3558,"date":"2021-02-22T15:39:23","date_gmt":"2021-02-22T14:39:23","guid":{"rendered":"https:\/\/xolay.com\/?p=3558"},"modified":"2023-03-29T11:12:06","modified_gmt":"2023-03-29T09:12:06","slug":"tischtennis-aufschlag","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xolay.com\/de\/tischtennis-aufschlag\/","title":{"rendered":"Tischtennis Aufschlag &#8211; Alle Regeln, Tricks und Hintergr\u00fcnde"},"content":{"rendered":"<h2 style='display: none;' class='new-entry-title' id='new-entry-title'><\/h2>\n<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;0px||||false|false&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h1 style=\"font-size: 40px; font-weight: bold; line-height: 54px; margin-bottom: 20px;\">Tischtennis Aufschlag &#8211; Alle Regeln, Tricks und Hintergr\u00fcnde<\/h1>\n<h2><span style=\"font-size: 26px;\">1. Einleitung<\/span><\/h2>\n<p>\u00abWelcome to the Pleasuredom\u00bb, liebe Interessierten, ob Anf\u00e4nger, ob \u00abVereinsspieler\u00bb, hier seid Ihr richtig. Beim Tischtennis, eine der schnellsten Ballsportarten der Welt. Und ich sage Euch, wer erst einmal der Magie dieses gro\u00dfartigen Sportes verfallen ist, den l\u00e4sst sie auch so schnell nicht wieder los. So ist es kein Wunder, dass \u00fcber alle Altersklassen hinweg, selbst \u00fcber 80-j\u00e4hrige Aktive noch begeistert diesem Sport mit Hingabe fr\u00f6nen.<\/p>\n<p>Was findet Ihr in den nachstehenden Ausf\u00fchrungen? F\u00fcr die Neugierigen bzw. Anf\u00e4nger Hinweise, warum und wie ein Aufschlag im Tischtennis zu bewerkstelligen ist und f\u00fcr die Erfahrenen unter Euch, einmal grunds\u00e4tzlich \u00fcber die wachsende Bedeutung des Aufschlages mit deren Folgewirkungen nachzudenken (siehe Kapitel 2.)<\/p>\n<p>Doch widmen wir uns zuerst den Einsteigern dieser au\u00dfergew\u00f6hnlichen Sportart.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333; font-size: 22px;\"><\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #333333; font-size: 22px;\">1.1 Erste Ber\u00fchrungen und m\u00f6gliche Frustationen bei der Aus\u00fcbung des Tischtennissportes<\/span><\/h3>\n<p>Es ist immer wieder erstaunlich zu beobachten, wie gerade kleinere Kinder sich dem Tischtennissport n\u00e4hern. Im krassen Gegensatz zu der eigenen Spielst\u00e4rke werden sie oftmals von den liebevollen Eltern zuweilen mit einem viel zu teuren \u00abTimo-Boll-Schl\u00e4ger\u00bb oder \u00abProfi- Bel\u00e4gen\u00bb ausgestattet. Voller Euphorie geht\u203as dann an den Trainingstisch. Und welche Frustationen bis zu bitteren Tr\u00e4nen sind dann sehr schnell zu beobachten? Der Tisch ist viel zu kurz, das Ding da in der Mitte, als Netz tituliert, st\u00f6rt ungemein und zuweilen ist auch noch \u2013 jedenfalls gef\u00fchlt &#8211; die Deckenh\u00f6he viel zu niedrig.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.2 Feingef\u00fchl und \u00dcbersicht statt Kraft \u2013 Ein ganz neues Lebensgef\u00fchl<\/h3>\n<p>Tischtennis ist schon eine ganz au\u00dfergew\u00f6hnliche Sportart. W\u00e4hrend Kinder schnell lernen, dass man f\u00fcr allt\u00e4gliche Dinge wie T\u00fcr \u00f6ffnen, eine Selterflasche aufschrauben oder an der Kletterstange in erster Linie Kraft braucht, verkehrt sich dieser Anspruch im Tischtennissport genau ins Gegenteil, n\u00e4mlich Feingef\u00fchl und \u00dcbersicht stehen im Mittelpunkt.<\/p>\n<p>Pl\u00f6tzlich soll eine 2,7 Gramm schwere und im Durchmesser rund 40 mm Kugel \u00fcber ein Hindernis mittels eines Holzteiles (sprich Schl\u00e4ger) an dem ein zuweilen merkw\u00fcrdig riechendes Gummi befestigt ist, gedr\u00fcckt\/ bef\u00f6rdert\/geschlagen werden. Wie verr\u00fcckt ist das denn?<\/p>\n<p>Kinder, die bereits ein kleines Haustier wie Hamster oder Katze haben, sind meist eher in der Lage, Vorsicht walten zu lassen, wenn man denen mit dem Ausdruck \u00abIhr m\u00fcsst den Ball wie einen Freund \u2013 n\u00e4mlich ganz sanft &#8211; handhaben, und nicht einfach drauf \u00ablos kloppen\u00bb. Welch ein Paradigmenwechsel f\u00fcr viele Kinder.<\/p>\n<p>Und kurz darauf steht man als Trainer vor der n\u00e4chsten H\u00fcrde: Wie und vor allem wann bringt man den Kindern die Notwendigkeit sowie die Technik des Aufschlags bei?<\/p>\n<p>Nach meinen Beobachtungen, sind die Kleinen erst einmal stolz, wenn \u00fcberhaupt ein Ball getroffen wird und dieser sogar die schwere H\u00fcrde des Netzes und dann als Kr\u00f6nung noch auf der gegnerischen Plattenseite korrekt aufprallt, nimmt. Das tut dem Ego der Kleinen richtiggehend gut. Erfolg ist immer der sch\u00f6nste Erfolg.<\/p>\n<p><span style=\"color: #333333; font-size: 22px;\"><\/span><\/p>\n<h3><span style=\"color: #333333; font-size: 22px;\">1.3 Erste Aufschlag\u00fcbungen<\/span><\/h3>\n<p>Bereits nach kurzer Zeit des freien \u00abRumdaddelns\u00bb an der Platte wird es mit hoher Wahrscheinlichkeit in jeder Trainingsgruppe jemand geben, der darauf hinweist, der Aufschlag des Gegen\u00fcbers w\u00e4re doch \u00abso was an absolut falsch\u00bb. Was ist denn h\u00e4ufig bei unseren \u00abKiddies\u00bb zu beobachten?<\/p>\n<p>Entweder schlagen sie den Ball &#8211; vorzugsweise mit der R\u00fcckhand (meist direkt \u00fcber der Platte) \u2013 direkt ins gegnerische Feld oder aber die \u00abFortgeschrittenen\u00bb lassen den Ball aus ihrer Hand einfach fallen, auf die eigene Tischh\u00e4lfte auftropfen und setzen dann zum Schlage an.<\/p>\n<p>Ob es als ratsam erscheint, bereits die Anf\u00e4nger oder Neugierigen unserer tollen Sportart gleich mit den komplexen Regularien wie \u00abkorrekter Aufschlag lt. Regelkunde des DTTB\u00bb zu konfrontieren, hierzu mag es durchaus geteilte Meinungen geben. Meine dazu: In erster Linie geht es doch darum, den Kindern die Freude nicht zu nehmen. Lasst sie einfach spielen. Auch wenn beide der oben aufgef\u00fchrten Aufschlagarten nicht den internationalen Regeln entsprechen. Haben wir Kinder nicht auch gerne Fu\u00dfball auf dem Schulgel\u00e4nde mit zwei kleinen imagin\u00e4ren Toren gespielt oder Basketball in einen Papierkorb? Lassen wir also den Anf\u00e4ngern bitte die Freude am Tisch!<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.4 Notwendigkeit der Akzeptanz des Regelwerkes<\/h3>\n<p>Bereits nach einer gewissen Sicherheit am Tisch, haben \u2013 man kann es trotz des \u00abGenderismus\u00bb nicht leugnen \u2013 die Jungen (st\u00e4rker als die M\u00e4dchen) untereinander den Wunsch, sich einander zu messen. Und dann kommt <span style=\"text-decoration: underline;\">zwangsl\u00e4ufig<\/span> ein Regelwerk zum Tragen. Denn ohne Regeln funktioniert ein Sport nun einmal nicht. Und sp\u00e4testens dann spielen entweder <span style=\"text-decoration: underline;\">beide Aktive<\/span> einen regelnonkonformen Aufschlag, weil ihnen die Aufschlagregel unbekannt ist bzw. leider kein Trainer in der N\u00e4he oder man n\u00e4hert sich schrittweise der korrekten Ausf\u00fchrung eines Aufschlages.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.5 Warum \u00fcberhaupt ein Aufschlag beim Tischtennis?<\/h3>\n<p>Als Trainer kann man durchaus ins Gr\u00fcbeln geraten, wenn man mit der Frage konfrontiert wird, warum \u00fcberhaupt ein Aufschlag im Tischtennissport praktiziert werden muss. Man k\u00f6nne doch wie beim Flipper den Ball maschinell ins Feld bringen oder \u00fcber eine Rampe einrollen lassen.<\/p>\n<p>Prinzipiell eine gute Idee, nur mit diversen Nachteilen behaftet. Denn selbst das Einrollen oder Einwerfen \u00fcber eine dritte Person oder gar einer Rampe, birgt Unw\u00e4gbarkeiten und f\u00f6rdert nicht zwangsl\u00e4ufig den Gerechtigkeitsgedanken.<\/p>\n<p>Zudem w\u00e4re eine zus\u00e4tzliche technische oder menschliche Komponente notwendig. Und irgendwie muss ja der kleine 2,7 gr. schwere Ball ins Spiel gebracht werden. Somit ist der Aufschlag durch die Aktiven selbst als wesentliche Spielkomponente unverzichtbar.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.6 Auswahl des Aufschlages<\/h3>\n<p>Bevor man allerdings ein Tischtennismatch mit einem Aufschlag startet, muss bestimmt werden, welcher der beiden am Tisch befindlichen Aktiven \u00fcberhaupt den ersten Aufschlag durchf\u00fchren darf.<\/p>\n<p>Die Auswahl des Aufschlages erfolgt durch Los des Schiedsrichters.<\/p>\n<p>Spielt man als Hobbyspieler ohne Schiedsrichter ist es durchaus \u00fcblich, dass ein Spieler den Ball (versteckt in einer Hand) unter der Platte h\u00e4lt und seinem Gegen\u00fcber das Wahlrecht (rechte oder linke Hand) \u00fcberl\u00e4\u00dft.<\/p>\n<p>Um jetzt dem \u00abVerlierer\u00bb des Aufschlagrechtes einen kleinen Ausgleich zu gew\u00e4hren, <span style=\"text-decoration: underline;\">kann<\/span> dieser jetzt die Seitenwahl f\u00fcr sich in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>Der Gewinner des Aufschlagsrechtes kann allerdings auch auf sein Aufschlagrecht verzichten und daf\u00fcr dann die Seitenwahl (bei Bedarf) in Anspruch nehmen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.7 Was alles bei der Ausf\u00fchrung eines korrekten Aufschlages zu beachten ist<\/h3>\n<p>Nachdem der Punkt des Aufschlagsrechtes durch die Auslosung gekl\u00e4rt ist, hat der Aufschl\u00e4ger <span style=\"text-decoration: underline;\">zwei Aufschl\u00e4ge<\/span> in m\u00f6glichst korrekter Aus\u00fcbung (also Ballh\u00f6he, Flugbahn, sichtbar f\u00fcr den Gegner und nicht \u00fcber dem Tisch) zu absolvieren.<\/p>\n<p>Will man einen Aufschlag eines Tischtennisballes korrekt (also den Regeln des Internationalen Tischtennisverbandes) entsprechen, bedarf es bei diesem komplexen Schlages einiger \u00dcbung und Grundwissens:<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<ul>\n<li>Der Aufschlag beginnt damit, dass der Ball frei auf dem ge\u00f6ffneten Handteller der ruhig gehaltenen freien Hand des Aufschl\u00e4gers liegt.<\/li>\n<li>Der Aufschl\u00e4ger wirft dann den Ball, ohne ihm einen Effet zu versetzen, nahezu senkrecht so hoch, dass er nach Verlassen des Handtellers der freien Hand mindestens 16 cm aufsteigt und dann herab f\u00e4llt, ohne etwas zu ber\u00fchren, bevor er geschlagen wird.<\/li>\n<li>Der Aufschlag muss &#8211; bis er geschlagen wird &#8211; oberhalb der Ebene der Spielfl\u00e4che und hinter der Grundlinie des Aufschl\u00e4gers befinden. (daraus folgt: Ein Aufschlag direkt \u00fcber dem Tisch oder gar unterhalb des Tisches geschlagen ist nicht gestattet und f\u00fchrt zu einem Punkt f\u00fcr den Gegner).<\/li>\n<li>Sobald der Ball hoch geworfen wurde, m\u00fcssen der freie Arm und die freie Hand des Aufschl\u00e4gers aus dem Raum zwischen dem Ball und dem Netz entfernt werden. Anm.: Dieser Raum wird definiert durch den Ball, das Netz und dessen imagin\u00e4re, unbegrenzte Ausdehnung nach oben. <em>(Im Klartext: Der Ball darf nicht beim Aufschlag durch den eigenen K\u00f6rper bzw. ein K\u00f6rperteil abgedeckt werden)<\/em><\/li>\n<li>Wenn der Ball herab f\u00e4llt, muss der Aufschl\u00e4ger ihn so schlagen, dass er zun\u00e4chst sein eigenes Spielfeld ber\u00fchrt und dann direkt in das Spielfeld des R\u00fcckschl\u00e4gers springt oder es ber\u00fchrt.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wer diese \u2013 f\u00fcr einen Anf\u00e4nger \u2013 durchaus schwierige H\u00fcrden \u00fcberwunden hat, kann sich dann in der Folge an dem weiteren Spielgeschehen erfreuen.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.8 Aufschlagz\u00e4hlweise und Wechsel<\/h3>\n<p>Nach jeweils zwei Punkten (egal ob 2:0, 1:1 oder 0:2) wechselt das Aufschlagrecht an den Gegner, der nun wiederum zwei Aufschl\u00e4ge bis zum Punktgewinn absolviert.<\/p>\n<p>Dieser Wechsel geht bis zum Gewinn des 11. Punktes mit mindestens 2 Punkten Differenz. Ist diese Differenz beim 11. Punkt nicht erreicht (also das Ergebnis z.B. 11:10, 10:11 oder gar 11:11), muss so lange das Spiel fortgesetzt werden, bis die 2-Punkte Differenz erreicht wird.<\/p>\n<p>Nach dem erfolgreichen Abschluss des ersten Satzes werden (au\u00dfer in Corona-Zeiten) die Seiten des Spieltisches gewechselt und das Aufschlagrecht wechselt an den Gegner. Somit wird gew\u00e4hrleistet, dass nicht immer derselbe Aktive mit dem Aufschlag beginnt.<\/p>\n<p>Im Vereinssport (zumindest bei den \u00fcberwiegenden Amateuren) wird i.d.R. mit 3 Gewinns\u00e4tzen gespielt und gez\u00e4hlt. Daraus folgt, dass ein Spiel maximal 5 S\u00e4tze dauern kann (3:2). Anm: Im Profibereich k\u00f6nnen abweichende Regeln gelten).<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.9 Der Fehlaufschlag<\/h3>\n<p>Wenn der Ball beim Aufschlag <span style=\"text-decoration: underline;\">ins Netz geht<\/span>, kann das unterschiedliche Ursachen haben. Entweder wurde der Aufschlag zu kraftlos ausgef\u00fchrt oder eben es wurde vergessen, dass der Plastikball nur 2,7 gr. schwer ist und dieser dann darunter leiden muss, zwar in guter Absicht, aber leider nicht regelkonform, in das Netz \u00abgezimmert\u00bb wurde.<\/p>\n<p>Ein Ball, der durch den Aufschl\u00e4ger ins Netz geschlagen wurde, wird nat\u00fcrlich sanktioniert. Mit einem Minuspunkt. Nun, es gibt gottlob beim Tischtennissport keine Minuspunkte f\u00fcr den Aufschl\u00e4ger, sondern der Gegner bekommt einen Punkt gut geschrieben.<\/p>\n<p>Das alles mag sich auf den ersten Augenblick etwas merkw\u00fcrdig anh\u00f6ren, denn beim Fehlschuss auf ein Fu\u00dfballtor bekommt die gegnerische Mannschaft ja auch kein Bonus-Tor, aber so ist nun einmal die Z\u00e4hlweise beim Tischtennis.<\/p>\n<p>Eigene \u00abErfolge\u00bb werden bei sich selbst als Punkt \u00abverbucht\u00bb, gemachte Fehler, wie Fehlausschl\u00e4ge oder Schl\u00e4ge, die neben bzw. hinter der Platte landen (ohne vorher die gegnerische Tischseite zu ber\u00fchren), bekommt der Gegner gut geschrieben.<\/p>\n<p>Mannschaft ja auch kein Bonus-Tor, aber so ist nun einmal die Z\u00e4hlweise beim Tischtennis.<\/p>\n<p>Eigene \u00abErfolge\u00bb werden bei sich selbst als Punkt \u00abverbucht\u00bb, gemachte Fehler, wie Fehlausschl\u00e4ge oder Schl\u00e4ge, die neben bzw. hinter der Platte landen (ohne vorher die gegnerische Tischseite zu ber\u00fchren), bekommt der Gegner gut geschrieben.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.10 Der Netzball verbunden mit einer Aufschlagwiederholung<\/h3>\n<p>Beim Aufschlag gilt es zu beachten, dass zuweilen die <span style=\"text-decoration: underline;\">Netzkante ber\u00fchrt<\/span> wird, bevor sich der Aufschlag auf der gegnerischen Seite erfreut.<\/p>\n<p>Wie beim Tennissport, kommt dem Netzball eine ganz besondere Bedeutung zu. Beim Tischtennis allerdings ist man hier gro\u00dfz\u00fcgiger. Hier darf man bei einem beim Aufschlag-Netzroller den Ball wiederholen, ohne das es Konsequenzen f\u00fcr das Ergebnis eines Spieles hat.<\/p>\n<p>Und ja, wenn man \u00fcber ein ausgesprochen gutes \u00abH\u00e4ndchen\u00bb verf\u00fcgt, kann man durchaus mehrere Netzb\u00e4lle direkt hintereinander fabrizieren. Die an den Hobbytischen zuweilen gemachte Beobachtung: Drei Netzb\u00e4lle hintereinander f\u00fchren zu einem Minuspunkt, mag zwar lustig und spielverk\u00fcrzend sein, <span style=\"text-decoration: underline;\">entsprechen aber keinesfalls der Regel<\/span>.<\/p>\n<p>Kinder und Anf\u00e4nger sind nat\u00fcrlich die besten Beobachter, was an anderen Tischen so alles an Aufschl\u00e4gen praktiziert wird, und so kommt dann (auch ohne Trainer) zur Abwechselung der Vorhandaufschlag zum Einsatz. Dieser unterliegt den gleichen Anforderungen wie der bereits aufgef\u00fchrte R\u00fcckhandaufschlag.<\/p>\n<p>Ein oftmals beobachtete Fehler, ist der Sachverhalt, dass gerade kleinere Kinder, den Ball beim Aufschlag direkt \u00fcber der Platte fabrizieren (wobei \u2013 wen wir \u00abAmateure\u00bb mal ganz ehrlich sind, zuweilen \u00abrutscht\u00bb uns der Ball bei Aufschlag gef\u00e4hrlich nahe an oder gar \u00fcber dem Tisch). Solch ein Aufschlag \u00fcber dem Tisch, wird bei einem aufmerksamen Schiedsrichter gnadenlos als Fehler moniert \u2013 unabh\u00e4ngig ob ein Aufschlag mit R\u00fcckhand oder Vorhand praktiziert wird.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.11 Aufschlag und Wechsel im Doppel bzw. Mixed<\/h3>\n<p>Beim Aufschlag gilt es zu beachten, dass zuweilen die Netzkante ber\u00fchrt wird, bevor sich der Aufschlag auf der gegnerischen Seite erfreut.<\/p>\n<p>Wie beim Tennissport, kommt dem Netzball eine ganz besondere Bedeutung zu. Beim Tischtennis allerdings ist man hier gro\u00dfz\u00fcgiger. Hier darf man bei einem beim Aufschlag-Netzroller den Ball wiederholen, ohne das es Konsequenzen f\u00fcr das Ergebnis eines Spieles hat.<\/p>\n<p>Und ja, wenn man \u00fcber ein ausgesprochen gutes \u00abH\u00e4ndchen\u00bb verf\u00fcgt, kann man durchaus mehrere Netzb\u00e4lle direkt hintereinander fabrizieren. Die an den Hobbytischen zuweilen gemachte Beobachtung: Drei Netzb\u00e4lle hintereinander f\u00fchren zu einem Minuspunkt, mag zwar lustig und spielverk\u00fcrzend sein, entsprechen aber keinesfalls der Regel.<\/p>\n<p>Kinder und Anf\u00e4nger sind nat\u00fcrlich die besten Beobachter, was an anderen Tischen so alles an Aufschl\u00e4gen praktiziert wird, und so kommt dann (auch ohne Trainer) zur Abwechselung der Vorhandaufschlag zum Einsatz. Dieser unterliegt den gleichen Anforderungen wie der bereits aufgef\u00fchrte R\u00fcckhandaufschlag.<\/p>\n<p>Ein oftmals beobachtete Fehler, ist der Sachverhalt, dass gerade kleinere Kinder, den Ball beim Aufschlag direkt \u00fcber der Platte fabrizieren (wobei \u2013 wen wir \u00abAmateure\u00bb mal ganz ehrlich sind, zuweilen \u00abrutscht\u00bb uns der Ball bei Aufschlag gef\u00e4hrlich nahe an oder gar \u00fcber dem Tisch). Solch ein Aufschlag \u00fcber dem Tisch, wird bei einem aufmerksamen Schiedsrichter gnadenlos als Fehler moniert \u2013 unabh\u00e4ngig ob ein Aufschlag mit R\u00fcckhand oder Vorhand praktiziert wird.<\/p>\n<p>Doch damit nicht genug. Im Entscheidungssatz eines Matches muss nach dem 5 Punkt eines Satzes sowohl die Tischseite als auch die jeweilige Stellung des Aufschlagannehmenden gewechselt werden (ja, ja, der Gerechtigkeit halber).<\/p>\n<p>Das mag beim ersten Lesen alles sehr verwirrend klingen, wird sich aber nach mehrmaliger Praxis bald \u00abautomatisch\u00bb einschleifen und mir ist auch kein Fall bekannt, wo man sich bei einer unklaren Stellungsstituation eines Doppels\/Mixed nicht irgendwie arrangierte.<\/p>\n<p>Nicht selten m\u00f6chten aber mehrere Kinder an einen Spieltisch und spielen \u00abRunde\u00bb. Welche Regeln greifen aber hier?<\/p>\n<p>Ganz einfach. Daf\u00fcr gibt es keine Regeln, weil \u00abRunde\u00bb kein offizielles Wettkampfelement des Deutschen bzw. Internationalen Tichtenniswettkampfsportes ist.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.12 Schiedsrichtereinsatz im Wettkampfsport und Besonderheiten beim Z\u00e4hlen des Aufschlages<\/h3>\n<p>Die nachstehenden Regelausf\u00fchrungen betreffen in erster Linie Aktive, die bereits am Wettkampfsport teilnehmen.<\/p>\n<p>Es liegt in der Verantwortlichkeit des Spielers, so aufzuschlagen, dass der Schiedsrichter oder der Schiedsrichter-Assistent \u00fcberzeugt sein kann, dass er die Bedingungen der Regeln erf\u00fcllt, und jeder der beiden kann entscheiden, dass ein Aufschlag unzul\u00e4ssig ist.<\/p>\n<p>Wenn entweder der Schiedsrichter oder sein Assistent \u00fcber die Zul\u00e4ssigkeit eines Aufschlags nicht sicher ist, kann er, beim ersten Vorkommnis in einem Spiel, das Spiel unterbrechen und den Aufschl\u00e4ger verwarnen. Jeder folgende nicht eindeutig zul\u00e4ssige Aufschlag dieses Spielers oder seines Doppelpartners gilt jedoch als unzul\u00e4ssig.<\/p>\n<p>In Ausnahmef\u00e4llen kann der Schiedsrichter die Erfordernisse f\u00fcr einen korrekten Aufschlag lockern, wenn er \u00fcberzeugt ist, dass ein Spieler sie wegen einer K\u00f6rperbehinderung nicht einhalten kann<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>1.13 F\u00fchrt die Aufschlagregel \u00fcberhaupt zu einer gerechten Verteilung beim Aufschlag?<\/h3>\n<p>Diese Frage kann nur mit \u00abJein\u00bb beantwortet werden! Prinzipiell haben sich die Regelh\u00fcter schon tiefgehend Gedanken gemacht, damit nicht einer der beiden Aktiven durch den Aufschlag benachteiligt wird. Leider gelingt dieses nicht vollst\u00e4ndig.<\/p>\n<p>Betrachten wir einmal die Auswahl des Aufschlags und deren Durchf\u00fchrung:<\/p>\n<p>Bedienen wir uns eines kleinen Beispiels: Die Herren Rot und Schwarz spielen ein Match \u00fcber 3 Gewinns\u00e4tze aus. Rot hat Aufschlag und gewinnt 11:0. Daraus folgt: Rot hatte das Aufschlagrecht \u00fcber 6 B\u00e4lle, Schwarz aber nur \u00fcber 5.<\/p>\n<p>Wir merken uns, immer dann, wenn die <span style=\"text-decoration: underline;\">Summe der erzielten Punkte von<\/span> den Spielern Rot und Schwarz <span style=\"text-decoration: underline;\">UNGERADE<\/span> ist, hat der Aufschl\u00e4ger 1 Aufschlag mehr im Satz praktizieren d\u00fcrfen.<\/p>\n<p>Bei einer <span style=\"text-decoration: underline;\">geraden Summe<\/span> (z.B. 11:5 =16) ergibt sich eine gerechte Verteilung des praktizierten Aufschlags.<\/p>\n<p>Bevor nun ein landesweiter Aufschrei erfolgt, gemach, es gibt ja noch einen zweiten und mindestens einen dritten Spielsatz, wo das Aufschlagsrecht ja auch wechselt.<\/p>\n<p>Aber nat\u00fcrlich werden unsere mathematisch bewanderten Leser sofort erkennen, dass bei einer 3:0 oder 3:2 Endergebnis durchaus eine Differenz von einem Aufschlag auftreten <strong>kann<\/strong>. Das mag jetzt sehr kleinkariert erscheinen, da sich ein Spiel \u00fcberwiegend \u00fcber andere Faktoren entscheided als durch eine m\u00f6gliche Differenz beim Aufschlagsrecht.<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h2>2. Der Aufschlag im Tischtennissport \u2013 Lust oder Last (Der Versuch einer kritischen Analyse)<\/h2>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3><strong>Vorwort<\/strong><\/h3>\n<p>\u201cDer Aufschlag\u201d. Alleine dieser Ausdruck treibt vielen aktiven Tischtennisspielern aber auch Schiedsrichtern und Funktion\u00e4ren Schwei\u00dfperlen auf die Stirn und in der Folge den Blutdruck in ungeahnte H\u00f6hen.<\/p>\n<p>Beim Thema \u201cAufschlag\u201d sind bereits die engsten Freundschaften zerbrochen, w\u00fcste Beschimpfungen gegen den Gegner (\u201cDein Aufschlag war ja so was an falsch!)\u201d oder zahllose Auseinandersetzungen zwischen Aktiven mit den Schiedsrichtern bis hin zu Oberschiedsrichtern, dass man als unbeteiligter Zuschauer bei internationale hochkar\u00e4tigen Turnieren Angst bekommt, dieser Zwist k\u00f6nne gar die freundschaftlichen Beziehungen zwischen beteiligten Nationen f\u00fchren. Diskussionen um einen einzigen Aufschlag und dessen korrekte Ausf\u00fchrung werden ernsthaft, langwierig und zum Teil auch lautstark gef\u00fchrt. Und alles nur wegen eines \u201csimplen\u201d Aufschlags?!<\/p>\n<p>Und seien wir doch einmal ganz ehrlich, haben wir nicht alle schon einmal \u00c4u\u00dferungen gegen unserem Tischgegen\u00fcber verlauten lassen &#8211; oder zumindest gedacht, \u201cDu Blindfisch, Du kannst doch gar nicht spielen, Du hast doch nur wegen deiner Aufschl\u00e4ge gewonnen\u201d?<\/p>\n<p>Solche \u00c4u\u00dferungen beruhigen prim\u00e4r das eigene Gewissen und lassen den erlebten Frust abklingen, sind aber nicht zwangsl\u00e4ufig im sportlichen bzw. freundschaftlichen Sinne unseres Sportes f\u00f6rderlich.<\/p>\n<p>Bevor wir uns dieses durchaus spannenden Themas \u201cAufschlag\u201d weiter mit dem \u201cIst-Zustand\u201d bem\u00e4chtigen, ist es zielf\u00fchrend, sich erst einmal mit dem \u201cSoll\u201d auseinander zu setzen.<\/p>\n<p>Und was eignet sich besser als unser offizielles Reglement des Internationalen Deutschen Tischtennis-Verbandes ITTF (Quelle: Deutscher Tischtennisbund, Internationale Tischtennisregeln).<\/p>\n<p>Damit keine Missverst\u00e4ndnisse aufkommen: Ich bewundere die Leute hinter den Kulissen, i. d. R. eifrige Funktion\u00e4re, die verzweifelt versuchen, f\u00fcr unse geliebte Sportart, die nicht ganz einfach in einen Regeltext zu pressen scheint, entsprechende Vorgaben zu formulieren, die schlicht <strong>und<\/strong> nachvollziehbar sind. Zudem wird die Quadratur des Kreises angestrebt, n\u00e4mlich <strong>allen<\/strong> Zielgruppen &#8211; von der Kreisklasse bis hin zu den Top-Profis &#8211; gerecht zu werden. Welch ein hehres Ziel.<\/p>\n<p>Leider gab es in der Vergangenheit immer Zielgruppen oder Interessenverb\u00e4nde, die je nach \u00c4nderung der Regeln \u2013 und hier insbesondere der Aufschlagregel &#8211; ihre Missbilligung, Frust oder gar Widerstand lautstark \u00e4u\u00dferten, dem Vernehmen nach sogar bis hin zur Austrittsgeb\u00e4rde aus dem ITTF.<\/p>\n<p>Mein Lieblingsspruch aus dem Gebiet der IT-Sicherheit \u00fcbernommen lautet ja: \u201cEs gibt kein narrensicheres System, die Narren sind zu einfallsreich.\u201d Was will der Autor denn damit versuchen auszudr\u00fccken? Ganz einfach: Egal in welche Richtung die werten Regelh\u00fcter des ITTF tendieren. Es wird immer Bedenken und Proteste geben. Zum einen die konservative Fraktion, die wie eine gro\u00dfe weltliche Kirche Angst vor der noch so kleinen Ver\u00e4nderung hat, auf der anderen Seite die progressive Front, die noch viel tiefer greifende \u00c4nderungen bei der Aufschlagregel bef\u00fchrworten.<\/p>\n<p>Nicht zu vergessen, die gro\u00dfe Fraktion von Hobbyspielern, die am liebsten die Bedeutung des Aufschlages weitestgehend negiert, weil deren Bestreben und Spa\u00df prim\u00e4r darauf ausgerichtet ist, den Ball m\u00f6glichst lange im Spiel zu halten.<\/p>\n<p>Und nun kommst \u201cDu\u201d und sollst f\u00fcr alle diese heterogenen Zielgruppen eine gemeinsame tragf\u00e4hige L\u00f6sung anbieten. Da w\u00fcrde selbst ein Albert Einstein eher die Relativit\u00e4tstheorie f\u00fcr Gallensteine verk\u00fcnden k\u00f6nnen. Also, hegen wir Nachsicht mit den H\u00fctern der Aufschlagregel. Die Problematik eines TT-Aufschlags ist mindestens so vielschichtig wie die gerechte Verteilung von Coronahilfen.<\/p>\n<p>Steigen wir also gemeinsam in die Untiefen des offiziellen Regelwerks des ITTF ein. Was finden wir dort \u00fcber den Aufschlag?<\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<h3>2.1 Das Regelwerk<\/h3>\n<p><span style=\"font-size: 14px;\"><\/span><\/p>\n<p><span style=\"font-size: 14px;\">6 Der Aufschlag<\/span><\/p>\n<p><em>6.1 Zu Beginn des Aufschlags ruht der Ball frei auf dem <strong>Handteller<\/strong> der unbewegten freien Hand des Aufschl\u00e4gers.<\/em><\/p>\n<p><em>6.2 Der Aufschl\u00e4ger wirft dann den Ball, ohne ihm Effet zu verleihen, <strong>beinahe senkrecht<\/strong> so hoch, dass dieser nach dem Verlassen des Handtellers der freien Hand <strong>mindestens 16cm<\/strong> aufsteigt und ohne etwas zu ber\u00fchren <strong>wieder hinabf\u00e4llt, ehe er geschlagen wird<\/strong>.<\/em><\/p>\n<p><em>6.3 W\u00e4hrend der Ball f\u00e4llt, schl\u00e4gt ihn der Aufschl\u00e4ger so, dass er zuerst sein Spielfeld und direkt darauf das Spielfeld des Gegners ber\u00fchrt. Im Doppelspiel ber\u00fchrt der Ball zuerst die rechte Spielfeldh\u00e4lfte des Aufschl\u00e4gers und dann die rechte Spielfeldh\u00e4lfte des R\u00fcckschl\u00e4gers.<\/em><\/p>\n<p><em>6.4 Der Ball befindet sich <strong>vom Anfang des Aufschlags bis zu dem Moment, in dem er geschlagen<\/strong> wird, oberhalb des Spielfl\u00e4chenniveaus und <strong>hinter der Grundlinie des Aufschl\u00e4gers; er wird f\u00fcr den R\u00fcckschl\u00e4ger weder durch den Aufschl\u00e4ger oder dessen Doppelpartner noch durch etwas, was diese an oder bei sich tragen, verdeckt.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>6.5 Sobald der Ball hochgeworfen wurde, werden <strong>der freie Arm und die freie Hand des Aufschl\u00e4gers aus dem Raum zwischen Ball und Netz entfernt<\/strong>. Der Raum zwischen Ball und Netz ist bestimmt durch den Ball, das Netz und dessen unbegrenzte Ausdehnung nach oben.<\/em><\/p>\n<p><em>6.6 Es liegt in der Verantwortlichkeit des Spielers, den Aufschlag so auszuf\u00fchren, dass Schiedsrichter oder Schiedsrichter-Assistent \u00fcberzeugt sein k\u00f6nnen, dass er den Regeln entspricht; <strong>jeder der beiden kann entscheiden, dass ein Aufschlag regelwidrig ist.<\/strong><\/em><\/p>\n<p><em>6.6.1 Wenn entweder der Schiedsrichter oder der Schiedsrichter-Assistent die regelgerechte Ausf\u00fchrung des Aufschlags anzweifelt, kann er beim ersten solchen Vorkommnis im Spiel das Spiel unterbrechen und den Aufschl\u00e4ger verwarnen; jeder weitere nicht eindeutig regelgerechte Aufschlag dieses Spielers oder seines Doppelpartners wird dann als regelwidrig bewertet.<\/em><\/p>\n<p><em>6.7 Der Schiedsrichter kann die Bestimmungen f\u00fcr einen regelgerechten Aufschlagausnahmsweise lockern, wenn er \u00fcberzeugt ist, dass diese wegen einer k\u00f6rperlichen Beeintr\u00e4chtigung nicht eingehalten werden k\u00f6nnen.<\/em><\/p>\n<p><em><\/em><\/p>\n<p style=\"padding-left: 60px;\">\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h3>2.2 Pers\u00f6nliche Anmerkungen zum Regelwerk des ITTF, Punkt 6 Aufschlag<\/h3>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p>Ich habe mir erlaubt, bereits einige Ausf\u00fchrungen dieses Reglements \u201cfett\u201d zu markieren, weil sich gerade bei diesen Punkten &#8211; nicht nur in Theorie sondern auch im t\u00e4glichen Spielgeschehen \u2013 wie ihr mir sicherlich beipflichten werdet &#8211; die Gem\u00fcter erhitzen.<\/p>\n<p><strong>Punkt 6.1 \u2013 Handteller.<\/strong><\/p>\n<p>Vereinzelt wird man \u2013 vorzugsweise in Turnieren von gut ausgebildeten Nachwuchsschiedsrichtern &#8211; dem Vorwurf ausgesetzt, man w\u00fcrde den Ball beim Aufschlaghochwurf <strong>nicht<\/strong> aus dem \u201cHandteller\u201d schlagen.<\/p>\n<p>Und seien wir ehrlich, wer kann von der geneigten Leserschar schon eine hinreichende Definition dieses Begriffes \u201cHandteller\u201d liefern? Fragen wir also unser allwissendes Lexikon \u201cWikipedia\u201d.<\/p>\n<p>Aha, der <strong>Handteller<\/strong> ist die innere Fl\u00e4che der Hand zwischen Handwurzel und dem Ansatz der Finger.<\/p>\n<p>Jetzt wird bei allen Lesern, die sich beim Biologieunterricht eher der spannenden Frage der Fortpflanzung widmeten, die Frage aufploppen: \u201cUnd was ist denn eine Handwurzel?\u201d Gut gefragt.<\/p>\n<p>Laut Lexikon: <em>Teil des Skeletts der Hand zwischen Mittelhand und Unterarm.<\/em><\/p>\n<p>Auch auf die Gefahr, dass ich mir es jetzt mit allen Medizinern verderbe: Am Ende (der Wurzel) des Daumens befindet sich die Handwurzel. Was folgt aber aus dieser Erkenntnis? Ganz einfach, der TT-Ball muss NICHT ZWANGSL\u00c4UFIG beim Aufschlag <span>im Mittelpunkt<\/span> unseres Handtellers liegen, da der Handteller, medizinisch betrachtet, durchaus eine gr\u00f6\u00dfere Fl\u00e4che einnehmen kann\/einnimmt.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p><strong><em>6.2 &#8211; Hochwurf.<\/em><\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend man i.d.R. davon ausgehen kann, dass die Lage des Balles im Handteller beim Aufschlag weitestgehend konfliktfrei betrachtet wird, birgt gerade der Hochwurf des Balles eine Vielzahl von Fallstricken und somit M\u00f6glichkeiten der Fehlentscheidungen durch den Schiedsrichter.<\/p>\n<p>Es bginnt schon mit dem Terminus: \u201cbeinahe senkrecht\u201d. Aber was hei\u00dft das nun in der Realit\u00e4t?<\/p>\n<p>Sind 5% Abweichung einer mathematisch ideal vertikal verlaufenden Geraden noch erlaubt oder gar 25%? Dar\u00fcber h\u00fcllt sich das Reglement in diskretes Schweigen. Also hat der Schiedsrichter die M\u00f6glichkeit, hier seine eigene Werteskala zu vertreten, was auch in der Praxis bei nahezu JEDEM gr\u00f6\u00dferen Turnier zu unerfreulichen Diskussionen f\u00fchrt.<\/p>\n<p>Wir halten fest: Die Vorgabe der Regel \u201cbeinahe senkrecht\u201d bietet T\u00fcr und Tor f\u00fcr Fehlentscheidungen und ggfls sogar Willk\u00fcr. Sie ist f\u00fcr das menschliche Auge bzw. f\u00fcr den Schiedsrichter nicht objektiv messbar.<\/p>\n<p>Ein weiterer m\u00f6glicher Diskussionspunkt stellt die Ballwurfh\u00f6he aus dem Handteller von mindestens 16 cm dar. Wer will und kann das eigentlich genau messen? Selbst im Profisport kann man zuweilen beobachten, dass bewusst versucht wird (vorzugsweise bei den sogenannten \u201cGegenl\u00e4ufern\u201d und \u201cKickaufschl\u00e4gen\u201d) mehr Schnitteffizienz zu erzeugen, indem die Aktiven anstreben, den Zeitraum des Balltreffpunktes vom Hochwurf bis zur Belagkontaktzeit zu verk\u00fcrzen.<\/p>\n<p>Selbst bei einem zweifelsfrei famosen und \u00fcber alle Kritik erhabenen fairen Sportmann wie Timo Boll, habe ich vereinzelt diesen Effekt beobachten k\u00f6nnen: Das waren wohl keine 16 cm.<\/p>\n<p>Wir halten fest: Auch die Regel \u201c16 cm Ballhochwurf\u201d f\u00fchrt zu regelm\u00e4\u00dfigem Diskussionsbedarf.<\/p>\n<p>Auch sie ist (ohne technische Mittel wie im Tennis das Hawk-Eye) nicht wirksam kontrollierbar.<\/p>\n<p>Ein h\u00e4ufiger Streitpunkt bei der regelgerechten Ausf\u00fchrung des Aufschlages ist die Anforderung, dass der Ball erst in der fallenden Phase des Hochwurfes mit dem Schl\u00e4ger in Kontakt gebracht werden darf.<\/p>\n<p>Was erleben wir doch hier viele tolle Varianten in der Praxis? Und das nicht ausschlie\u00dflich im Amateursport?<\/p>\n<p>&#8211; Der Ball wird in der aufsteigenden Phase gegen die Schl\u00e4ger \u201cgeworfen\u201d.<\/p>\n<p>&#8211; Der Ball wird (vorzugsweise mit der R\u00fcckhand) direkt oder nahezu direkt aus der Hand geschlagen, aber keinesfalls in der fallenden Phase.<\/p>\n<p>&#8211; Der Ball wird beim Kickaufschlag zu einem sehr fr\u00fchen Zeitpunkt nahezu aus der Hand geschlagen. Bei dieser Aufschlagvariante treten oftmals mehrere Faktoren zusammen:<\/p>\n<p>&#8211; zu geringe Ballh\u00f6he,<\/p>\n<p>&#8211; kein senkrechter (oder nahezu senkrechter) und<\/p>\n<p>&#8211; versch\u00e4rfend ein weitestgehend verdeckter Ballhochwurf.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p><strong>6.4 \u201cVerdeckung des Balles beim Aufschlag-Hochwurf.\u201d<\/strong><\/p>\n<p>Zweifellos das momentan gr\u00f6\u00dfte Problem f\u00fcr den Gegner sowie zur Beurteilung der korrekten Ausf\u00fchrung ist das Problem der \u201cBallver-\u201d oder auch \u201cBallabdeckung\u201d.<\/p>\n<p>Die Vorgabe der Regel 6.4 ist eigentlich glasklar. Der Ball darf nicht durch den Aufschl\u00e4ger (und dazu geh\u00f6rt biologisch betrachtet eindeutig auch der eigene K\u00f6rper dazu) bzw. durch die eigene Kleidung verdeckt werden. Soweit die Theorie.<\/p>\n<p>In der Praxis werfen nahezu alle (Vladi Samsonow und Timo Boll sind eine der wenigen r\u00fchmliche Ausnahme im Welttischtennis, danke daf\u00fcr), den Ball extrem eng am K\u00f6rper hoch, biegen gleichnamigen in Richtung Tisch, decken somit den Ball f\u00fcr den Gegner vollst\u00e4ndig ab und erst im letzten Augenblick &#8211; beim Kontakt von Schl\u00e4gerbelag und Ball &#8211; wird dem Gegner Einsicht auf die Aufschlagaktion gew\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Wobei man kritisch anmerken muss, dass einige Aktive (sorry, Xu Xin, sorry Gustavo Tsuboi, um nur einige dieser K\u00fcnstler zu nennen), diesen Zeitpunkt der m\u00f6glichen Einsichtnahme zuweilen auch \u201cverpassen\u201d (ob bewusst oder unbewusst, sei einmal dahingestellt) und in der Folge die Aufschlagannahme zu einem Ratespiel verkommt.<\/p>\n<p>F\u00fcr die beiden Schiedsrichter ist es m. E. so gut wie unm\u00f6glich \u00fcber die Ausf\u00fchrung eines korrekten Aufschlages zu urteilen, da beide seitlich vom Tisch sitzen und somit nach den Gesetzen der Physik, keine Einsicht \u00fcber den Kontaktzeitpunkt sowie den Abdeckungsgrad des Balles haben k\u00f6nnen.<\/p>\n<p>In der Folge staunt man als begeisterter Fan bei den per TV\/Internet\u00dcbertragungen, ob der willk\u00fcrlichen Beurteilung der korrekten Aufschlagausf\u00fchrung der Schiedsrichter.<\/p>\n<p>Wir halten fest: Die Regel 6.4 ist zwar eindeutig formuliert, die Verlockungen der Verletzung dieser Regel wird aber vom Amateursport bis in die oberste Weltklasse \u00e4u\u00dferst stark strapaziert, eben weil sie nicht kontrollierbar ist. Und das kennen das aus unserem t\u00e4glichen Leben, \u00fcberall dort, wo keine Kontrollen stattfinden, regiert nicht der Verstand, sondern kommt der pers\u00f6nliche Wertung zum Tragen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h3>2.3 Wie aber wird das Aufschlags-Regelwerk in der Praxis gelebt?<\/h3>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h4>2.3.1 Kinder<\/h4>\n<p>Es ist schon spannend zu beobachten. Gibt man j\u00fcngeren Kindern, die sich gerne einmal am gr\u00fcnen Tisch probieren m\u00f6chten, einen Ball und zwei Schl\u00e4ger, dann spielt in der Regel der Aufschlag \u00fcberhaupt keine Rolle.<\/p>\n<p>Mit Eifer wird entweder versucht, m\u00f6glichst lange das Kunstst\u00fcck zu schaffen, den Ball im Spiel zu halten, oder wenn sie schon einmal Timo Boll (den kennen sie scheinbar alle), zugeschaut haben, den Ballwechsel per Schmetterschuss in Heldenmanier zu beenden.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h4>2.3.2 Senioren<\/h4>\n<p>Meine subjektiven Beobachtungen in der Seniorenklasse sind die, dass gerade bei den \u00e4lteren Semestern der Aufschlag eine nachrangige Rolle spielt. Wie bei den Kindern erfreut das Herz eines Senioren lange Ballwechsel oder ein kerniger Schmetterschuss.<\/p>\n<p>Gleichfalls zu beobachten ist der Sachverhalt, dass lieb gewonnene Gewohnheiten aus alter Zeit, als so gut wie alles beim Aufschlag erlaubt war, sehr gerne bei Punktspielen und Turnieren abgerufen werden. Da wird der Ball direkt aus der Hand gespielt (mit einem Barna-Schl\u00e4ger h\u00f6chst effizient) oder der Ballhochwurf wird zumindest erheblich verk\u00fcrzt, um mit einem R\u00fcckhandoberschnitt den Gegner zu \u00fcberrumpeln.<\/p>\n<p>Allzuh\u00e4ufige und intensiv gef\u00fchrte Diskussionen \u00fcber die korrekte Ausf\u00fchrung des Aufschlages im Seniorenbereich habe ich \u00e4u\u00dferst selten erleben m\u00fcssen.<\/p>\n<p>In der Regel einigt man sich auf \u201cWiederholung\u201d, obwohl diese Option eindeutig nicht im Regelwerk des ITTF enthalten ist. Man praktiziert also im wahrsten Sinne des Wortes \u201cSelbstjustiz\u201d, die aber nach meinem pers\u00f6nlichen Ermessen durchaus seinen Charme hat.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h4>2.3.3 Amateurbereich<\/h4>\n<p>Es liegt auf der Hand, dass im Amateurbereich auch versucht wird, die komplexen Bewegungsabl\u00e4ufe der eigenen Vorbilder am gr\u00fcnen Tisch nachzuahmen.<\/p>\n<p>Und selbst in unteren Klassen haben Aktive erstaunliche Fertigkeiten entwickelt, ihre Gegner beim Aufschlag in Angst und Schrecken zu versetzen.<\/p>\n<p>Auch hier erlebt man zuweilen erstaunliche Diskussionen, wie \u201chabe den Ball gar nicht gesehen\u201d, \u201cnie nimmst du deine Hand weg\u201d oder \u201cdas waren doch nie und nimmer 16 cm\u201d. Vor allem M\u00e4nner scheinen eine merkw\u00fcrdige Vorstellung zu haben, wie lang denn 16 cm wirklich sind. Erstaunlich, die Anforderung auf Umsetzung eines nahezu senkrechten Ballhochwurfes, habe ich so gut wie noch nie zwischen den Aktiven bis hoch in die Regionalliga erlebt.<\/p>\n<p>Und so ist es nicht verwunderlich, dass selbst in h\u00f6heren Klassen unseres Amateursportes der Hochwurf des Balles beim Aufschlag z.T. abenteuerliche elliptischen Flugkurven erduldet.<\/p>\n<p>Seien wir ehrlich, ein \u00fcberw\u00e4ltigender Teil der Aktiven wirft den Ball eindeutig nachvollziehbar zu sich her, um diesen dann in der Folge leichter mit dem K\u00f6rper abdecken zu k\u00f6nnen oder zumindest wird versucht, dem Ball eine st\u00e4rkere Rotation beim Aufschlag zu verleihen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h4>2.3.4 Profibereich<\/h4>\n<p>F\u00fcr Profis hat der Aufschlag nat\u00fcrlich einen immens hohen Stellenwert. Denn es geht immer um zwei wesentliche Dinge: Um Punkte und Siege. Und damit nat\u00fcrlich verbunden um Anschlussvertr\u00e4ge beim momentanen Club. Ohne Erfolge setzt sich naturgema\u00df eine verh\u00e4ngnisvolle Spirale mit finanziellen Folgen in Gange. Wer will schon <span>verlieren<\/span>?<\/p>\n<p>Somit wird dem Aufschlag zwangsl\u00e4ufig ein bedeutsamer Eckpfeiler des Erfolges, dem eine viel h\u00f6here Bedeutung beigemessen als im Amateusport. Ohne einen effizienten Aufschlag kann man im Profibereich f\u00f6rmlich \u201ceinpacken\u201d.<\/p>\n<p>F\u00fcr mich sehr sch\u00f6n bei dem deutschen Nationalspieler Steffen Mengel zu beobachten. Seitdem Stefan in stundenlanger \u00dcbung sein Aufschlagspiel im Training deutlich verbessert hat, stieg seine pers\u00f6nliche Erfolgsquote steil nach oben.<\/p>\n<p>Was folgern wir daraus. Auch ohne die Verbesserung von Vor- bzw. R\u00fcckhand kann alleine durch den Aufschlag ein gravierender Leistungssprung erzielt werden.<\/p>\n<p>Gerade die Chinesen haben das Potenzial des Aufschlages fr\u00fchzeitig erkannt und es ist schon erstaunlich, dass nicht nur Weltklasseleute wie Ma Long oder Fan Zhendong ihr Handgelenk beim Kontakt Ball mit Belag f\u00f6rmlich \u201cexplodieren\u201d lassen k\u00f6nnen, sondern auch die neue wilde chinesische Nachwuchsgarde &#8211; mit pfeilschnellen Beinen gesegnet -, zaubert Aufschl\u00e4ge mit verbl\u00fcffender Kreativit\u00e4t und Effektivit\u00e4t.<\/p>\n<p>Wir k\u00f6nnen davon ausgehen, dass bei den kommenden Highlights unserer Sportart (Weltmeisterschaft oder Olympiade) hier Innovationen oder zumindest neue Trends beim Aufschlag zu erwarten sind.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h4>2.3.5 M\u00e4dchen- und Damenbereich<\/h4>\n<p>Ich will keineswegs die Aufschlagqualit\u00e4t im M\u00e4dchen- oder Damenbereich absprechen. Ganz im Gegenteil. War es doch Csilla Bartofi aus Ungarn, die eher als die meisten ihrer m\u00e4nnlichen Pendents die Bedeutung des Aufschlages in den 80er-Jahren erkannte und ihr Training ganz gezielt auf diesen Ball ausrichtete.<\/p>\n<p>Sie beherrschte in Perfektion als eine der ersten Aktiven weltweit den extremen Ballhochwurf beim Aufschlag und \u00fcber 25!!! unterschiedliche Schnittvarianten.<\/p>\n<p>Unvergessen, dass ihr Betreuer in kritischen Spiel-Situationen eine Zahl \u00fcber die Bande (nicht ganz regelkonform) zurief, welche eine ganz bestimmte Aufschlagvariante vorsah.<\/p>\n<p>Und nat\u00fcrlich demonstriert auch das sch\u00f6ne Geschlecht aus dem Land der Mitte ihre kunstvollen Aufschlagvarianten. Als Grund k\u00f6nnen wir davon ausgehen, dass in China bei der Schulung der Aufschl\u00e4ge keinen Unterschied zwischen Damen- und Herrenbereich gemacht wird.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h3>2.4 Allt\u00e4gliche Probleme der Schiedsrichter bei der<\/h3>\n<p>Bewertung eines Aufschlages Eigentlich ist so ein Schiedrichter \u201cganz arm dran\u201d. Ich vergleiche das zuweilen, dass man von einem Tauben fordert, die Harmoniefolge einer Sinfonie zu beurteilen.<\/p>\n<p>&#8211; Der oder die Schiedsrichter(in) hat\/haben einen absolut ungeeigneten Blickwinkel (seitlich des Tisches), zudem &#8211; die zurzeit geltende Regel im hohen Ma\u00dfe interpretationsf\u00e4hig ist. Welche Optionen ergeben sich somit zwangsl\u00e4ufig f\u00fcr den Referee?<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p><strong>a) der \u201charte Hund\u201d<\/strong><\/p>\n<p>Er verwarnt bereits beim ersten ihm suspekten Aufschlag (noch ohne Konsequenzen &#8211; also Aufschlagfehler) f\u00fcr den aufschlagenden Aktiven und z\u00e4hlt dann gnadenlos \u2013 nach seiner Auslegung \u2013 jeden einzelnen weiteren Aufschlag, der nicht seine Gnade findet, ab.<\/p>\n<p>Dabei kann man nur hoffen, dass dieses in gleicher Akribie f\u00fcr beide Seiten des gr\u00fcnen Tisches gilt.<\/p>\n<p>Eine mehr als unangenehme Folge f\u00fcr den Typ \u201charter Hund\u201d, k\u00f6nnte sich jedoch dann ergeben, wenn sich beide Kontrahenten durch diese pedantische Regelauslegung am Tisch gegen ihn solidarisieren und ihm beide deutlich zu erkennen geben, dass sie den Aufschlag des jeweiligen Gegners als vollkommen korrekt betrachten.<\/p>\n<p>Das w\u00e4re ein Worst-Case- Szenario, denn dann hat man \u00fcberhaupt keinen Verb\u00fcndeten mehr \u2013 und auch die Zuschauer zollen i.d.R. diesem Schiedsrichtertyp nicht unbedingt Sympathiekundgebungen. Liebesentzug und Buhrufe k\u00f6nnten die m\u00f6gliche Folge sein. Wer will das schon? Nat\u00fcrlich kann sich auch die unsch\u00f6ne Situation einstellen, dass ein renommierter Weltklassespieler, der sich bei dem Zelebrieren seines Aufschlages durch den Schiri ungerecht benachteiligt sieht, sogar den Zorn einer ganzen Nation auf sich zieht. Zumindest jedoch den Zorn des Nationaltrainers, Betreuers und des gesamten Staffs (bis hin zum Masseur).<\/p>\n<p>Nicht selten ist zu beobachten, dass ein Schiedsrichter &#8211; der die Regelkunde zu exakt nimmt \u2013 vollkommen entnervt ausgetauscht werden muss. Obwohl auch dieses Ansinnen nicht zwangsl\u00e4ufiger Bestandteil der g\u00fcltigen Aufschlagregel ist.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p><strong>b) der Laissez-Fare Typ<\/strong><\/p>\n<p>Der Laissez-Fare Typ ist als Schiedsrichter immer sehr beliebt, interpretiert er doch in gro\u00dfherziger Manier die bestehende Aufschlagregel mit eigener verzeihenden Nachsicht. F\u00fcr ihn gilt die Pr\u00e4misse, sofern nicht einer der beiden Kontrahenten auff\u00e4llige Vorteile beim Aufschlag vorzuweisen hat, \u201class laufen\u201d. Ballhochwurf und Abdeckung egal.<\/p>\n<p>Ihm wird nach Ende des Matches sicherlich der Dank aller Aktiven zuteil werden.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p><strong>c) der Parteiische<\/strong><\/p>\n<p>Gottlob spielt die Klasse der parteiischen Schiedsrichter eine sekund\u00e4re Rolle, wenn auch ihre Existenz beileibe nicht zu leugnen ist.<\/p>\n<p>Es kommen zuweilen \u201cinteressante\u201d Entscheidungen durch diesen besonderen Schiedsrichtertypus beim Aufschlag zusammen, die meist darin m\u00fcnden, dass man den Gegner (\u00fcberwiegend aus der G\u00e4stemannschaft) mit Fehlpunkten beim Aufschlag bestraft und gro\u00dfe Nachsicht bei seinen Kollegen der Heimmannschaft oder aus dem Heimatland \u00fcbt.<\/p>\n<p>Das f\u00fchrt nicht unbedingt zur V\u00f6lkerverst\u00e4ndigung bei, geschweige denn in den unteren Klassen zu einem Burgfrieden mit der Nachbarregion. Der Parteiische unterliegt den Zw\u00e4ngen, dass er von seinen Anh\u00e4ngern (zumindest verdeckt) geliebt, vom Gegnern hingegen mit tiefster Verachtung gestraft wird. Diesem Wechselbad der Gef\u00fchle muss man nat\u00fcrlich auch gewachsen sein.<\/p>\n<p>Fazit: Egal, wie man es als Schiedsrichter seinen \u201cJob\u201d aus\u00fcbt, viel Freunde gewinnt man nicht, \u2013 es sei denn, <span style=\"text-decoration: underline;\">man orientiert sich eben nicht im vollen Umfang an dem vorgegebenen Handlungsrahmen, sprich Regelwerk, sondern ist in der Lage, Umsicht und Fingerspitzengef\u00fchl walten zu lassen.<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h3>2.5 Ist es legitim bzw. fair beim eigenen Aufschlag bis an die erlaubten Grenzen zu gehen?<\/h3>\n<p>Ich gestehe, nachdem ich diese Frage formuliert hatte, habe ich einen l\u00e4ngeren Augenblick vor der Beantwortung gez\u00f6gert und habe intensiv in mich gelauscht.<\/p>\n<p>Wir Aktiven wissen aus der jahrelangen Praxis, die Grenze zwischen erlaubtem und verbotenem Aufschlag ist so zart, wie ein chinesisches Seidenpapier.<\/p>\n<p>W\u00e4re es denn nicht im Sinne der <span style=\"text-decoration: underline;\">sportlichen Fairness<\/span>, dass wenn schon das Regelwerk \u201cversagt\u201d bzw. \u00e4u\u00dferst schwierig durch Schiedsrichter nachzuvollziehen ist, sich wenigstens die Aktiven sportlich und korrekt verhalten, um den Anforderungen dieser Aufschlagregel im vollen Umfang zu entsprechen?<\/p>\n<p>Sollte nicht die Fairness im Sport ganz oben auf der pers\u00f6nlichen Werteskala eines jeden Aktiven stehen?<\/p>\n<p>Nach l\u00e4ngerem Nachdenken bin ich f\u00fcr mich zu dem Ergebnis gelangt, dass wir Menschen nur deshalb \u00fcberlebt und einen hohen Entwicklungstand erreicht haben, weil wir versucht haben, immer neue Grenzen auszuloten.<\/p>\n<p>Wir sehen das t\u00e4glich im Wirtschaftsleben. Sofern keine expliziten Verbote vorliegen, werden selbst fragw\u00fcrdige Gesch\u00e4fte get\u00e4tigt, da kriegt man f\u00f6rmlich Schnappatmung. Und selbst, wenn es Gesetze gibt (wir denken an die bedauernswerte Automobilindustrie), dann wird eben \u201cgetrickst\u201d, was das Zeug h\u00e4lt \u2013 weil man ja (so die Argumentaion) sich in einem rechtlichen Graubereich der Legalit\u00e4t bewegen w\u00fcrde&#8230;<\/p>\n<p>Insofern ist das <span style=\"text-decoration: underline;\">maximale Ausloten von Grenzen<\/span> beim Aufschlag keine Besonderheit, sondern scheint bei uns Menschen in der DNA zu liegen. Welch bemerkenswerten Satz \u00e4u\u00dferte vor kurzem ein bedeutender \u201cGast\u201d aus Berlin im TV? \u201cSelber Schuld, Ihr macht ja die Gesetze, wir nutzen nur die L\u00fccken aus\u201d.<\/p>\n<p>Und so taurig dieser Spruch klingt, im Endeffekt hat dieser Sachverhalt wohl auch f\u00fcr unseren Tischtennissport seine G\u00fcltigkeit. Wie sollte es auch anders sein.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h3>2.6 \u201cTischtennisartisten\u201d, die mit ihren Aufschl\u00e4gen f\u00fcr Aufsehen erregten und beim Gegner f\u00fcr Verwirrung sorgten<\/h3>\n<p>Wie bereits ausgef\u00fchrt, wurde selbst in der Weltelite in den 60ern bis 80ern der Aufschlag als n\u00fctzliches Beiwerk betrachtet, um den \u00fcberhaupt Ball ins Spiel zu bringen.<\/p>\n<p>Seinerzeit lag der Fokus bei den Spielern eindeutig darin, mittels eines Top-Spin-Schlages dem Gegner die Punkte abzuluchsen. Daraus entwickelten sich zur Freude der Zuschauer \u00fcberaus erbauliche Rallies. Viele Senioren kriegen immer noch gl\u00e4nzende Augen, wenn sie an die Spielkunst fr\u00fcherer Jahren denken.<\/p>\n<p>Anfang der fr\u00fchen 80er-Jahre verwandelte dann ein 17-j\u00e4hriges schwedisches Wunderkind mit Namen Jan-Ove Walder, die Tischtennisszene in ein ehrf\u00fcrchtiges Staunen.<\/p>\n<p>Der Ball wurde von ihm, seinerzeit ungewohnt, hoch in die Luft geworfen, mit dem K\u00f6rper voll abgedeckt (das durfte man damals noch) und mit einer blitzartigen Handgelenkbewegung hinter dem K\u00f6rper (auch das durfte man damals noch) in Rotation versetzt. F\u00fcr den Gegner war in der Folge lustiges R\u00e4tselraten angesagt.<\/p>\n<p>Ich war selbst Gast in dieser denkw\u00fcrdigen Stunde, als der damalige frischgebackene Jugendeuropameister Jan Ove in Hamburg Weltklasseleute aus Europa (China war damals bei Weitem noch nicht so dominant wie heute) d\u00fcpierte.<\/p>\n<p>Die Zuschauer staunten. Was machte der Kleine denn da? Wo lag sein eigentliches Erfolgsgeheimnis? In der Folge versuchten unz\u00e4hlige Hamburger Jungs dem guten Jan Ove nach zu eifern. Mit dem Ergebnis, dass uns der Gegner beim folgenden Punktspiel unseren imitierten Waldi- Aufschlag um die Ohren semmelten.<\/p>\n<p>Ganz so einfach schien das Ganze dann doch nicht zu sein. Nat\u00fcrlich erweckte solch ein Erfolg &#8211; bedingt durch einen einzigen Schlag &#8211; Begehrlichkeiten bei der Konkurrenz und so wuchs langsam aber kontinuierlich die Anzahl der Aufschlagspezialisten. Ich bitte um Nachsicht, dass nachstehende Auflistung keinen Anspruch auf Vollst\u00e4ndigkeit haben kann und auch rein subjektiver Natur ist.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Bemerkenswerte Aufschlagk\u00fcnstler aus Deutchland:<\/strong><\/p>\n<p>Frank Heggenberger, Richard Prause, Oliver Alke, Timo Boll, Bastian Steger, Dimitri Ovtcharov, Patrick Franziska, Ricardo Walther, Philipp Floritz, Ruwen Filus, Steffen Mengel, Benedikt Duda, Cedric Meissner, Tobias Hippler\u2026<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Bemerkenswerte Aufschlagk\u00fcnstlerinnen aus Deutchland:<\/strong><\/p>\n<p>Han Ying , Petrissa Solja, Shan Xiaona, Sabine Winter, Kristin Lang!!, Chantal Mantz&#8230;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Bemerkenswerte Aufschlagk\u00fcnstler weltweit:<\/strong><\/p>\n<p>Jan Ove Waldner, Vasile Florea!!, Vladimir Samsonov, Liu Gouliang!!!!, Kalinikos Kreanga, Ma Lin, Patrick Chila, Werner Schlager, Ma Long, Fan Zhendong, Koki Niwa, Jun Mizutani, Kazuhiro Yoshimura, Hugo Calderano, Kanak Jha, Kenta Matsudaira, Masataka Morizono, Anton K\u00e4llberg, P\u00e4r Gerell, Kristian Karlsson, Gustavo Tsuboi&#8230;<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Bemerkenswerte Aufschlagk\u00fcnstlerinnen weltweit:<\/strong><\/p>\n<p>Csilla Bartofi, Mima Ito, Kasumi Ishikawa, Bernadette Szocs, Elizabeta Samara, Daniela Monteiro-Dodean, Chen Meng, Ding Ning, Liu Shiwen, Sofia Polcanova, Mathilda Eckholm, Wang Manyu..<\/p>\n<p>W\u00fcrde man diese oben aufgef\u00fchrten \u201cAufschlagartisten\u201d tabellarisch nach ihrem jeweiligen Geburtsjahr oder auch nach der jeweiligen Spielzeit zuordnen, w\u00fcrden <strong>aktuelle<\/strong> Aktive (sowohl im Damen- als auch im Herrenbereich) deutlich \u00fcberwiegen.<\/p>\n<p>Aus diesem nicht zu leugnenden Sachverhalt kann man eindeutig die zunehmende Bedeutung des Aufschlages in dem TT-Profisport ableiten.<\/p>\n<p>Erfahrungsgem\u00e4\u00df wirken diese Entwicklungen mit gewissen Zeitverz\u00f6gerungen bis in den Amateurbereich nach.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h3>2.7 Wo aber liegt das Geheimnis eines guten \u2013 sprich erfolgreichen Aufschlags?<\/h3>\n<p>Liebe Leser, lassen Sie mich bitte hier den erfahrenden Tischtennistrainer und Autoren Dr. med. J. Trupkovic zitieren, der in seinem bemerkenswerten Sachbuch \u201cWege zum Leistungstischtennis\u201d bereits 1978 ausf\u00fchrte: \u201c<em>Ein Aufschlag kann nur dann erfolgreich sein, wenn bei einer f\u00fcr den Gegner scheinbar gleichen Bewegung zwei verschiedene Rotationen ausgef\u00fchrt werden k\u00f6nnen<\/em>\u201d.<\/p>\n<p>Ich finde, sch\u00f6ner und knapper kann man das Geheimnis eines erfolgreichen Aufschlages auch kaum beschreiben. Nachstehende <strong>Aufschlagarten<\/strong> werden praktiziert:<\/p>\n<p>&#8211; per Vorhand<\/p>\n<p>&#8211; per R\u00fcckhand<\/p>\n<p>Der Vorhandaufschlag wird sowohl im Amateur- als auch im Profibereich am h\u00e4ufigsten praktiziert und wird von diversen Experten auch als \u201cwirkungsvoller\u201d eingestuft als mit einer R\u00fcckhand, bei der die Handgelenksbewegung eher eingeschr\u00e4nkt ist.<\/p>\n<p>Gegen diese These w\u00fcrden selbstverst\u00e4ndlich sofort \u2013 \u00fcberwiegend die Ostblockstaaten \u2013 ihr Veto einlegen wollen, da gerade in der fr\u00fcheren Sowjetunion oder Balkanl\u00e4nder hat\/hatte der R\u00fcckhandaufschlag eine sehr gro\u00dfe Anh\u00e4ngerschar (Dimitri Mazunow, Darko Jorgic, Lucjan Blaszcyk, Alexsandar Karakasevic, Zoran Primorac als Beispiele bevorzugten oder bevorzugen \u00fcberproportional die R\u00fcckhandvariante beim Ausschlag).<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p>Die Aufschlagart ist nat\u00fcrlich nur eine von vielen Einflussgr\u00f6\u00dfen ma\u00dfgebend f\u00fcr die Wirksamkeit eines Aufschlage. Eine weiterer wesentlicher Faktor ist die vermittelte Schnittvariante, als da sind:<\/p>\n<p>&#8211; Unterschnitt<\/p>\n<p>&#8211; Oberschnitt<\/p>\n<p>&#8211; Seitenschnitt<\/p>\n<p>&#8211; kein Schnitt<\/p>\n<p>&#8211; Kombinationsarten von Schnitt<\/p>\n<p>&#8211; Unterschnitt mit Seitenschnitt<\/p>\n<p>&#8211; Oberschnitt mit Seitenschnitt<\/p>\n<p>&#8211; Oberschnitt mit Tempo (auch Kickaufschlag genannt)<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p>Nach meinen Beobachtungen wird der vorzugsweise der Unterschnitt von vielen Aktiven vom Amateurbereich bis hin in die Weltklasse e verwendet. Er hat den Vorteil, dass der Ball vom Aufschl\u00e4ger kurz hinter das Netz platziert werden kann und zudem \u2013 je nach Schlagtechnik und Balltreffpunkt auf dem Sch\u00e4gerbelag\u2013 auch mit wirkungsvoller Seitenrotation gekoppelt werden kann.<\/p>\n<p>Der Oberschnittaufschlag wird von vielen Aktiven &#8211; vorzugsweise mit der R\u00fcckhand geschlagen. Am wirkungsvollsten ist er, wenn es gelingt mit der R\u00fcckhand unterschiedliche Schnittvarianten zu praktizieren (Dimitri Ovtcharov ist hierf\u00fcr ein gutes Beispiel).<\/p>\n<p>Seit geraumen Jahren w\u00e4chst die Begeisterung der Fans f\u00fcr den Kickaufschlag, der nahezu ausschlie\u00dflich mit der Vorhand geschlagen wird, aber auch f\u00fcr den Aufschl\u00e4ger diverse Risiken tr\u00e4gt. Diese Aufschlagart verzeiht absolut keinen technischen Fehler. Der Ball muss n\u00e4mlich unbedingt mit hohem Tempo bereits am \u00e4u\u00dfersten Ende der eigenen Tischseite getroffen werden und mit einem Kick (entweder schnittlos oder im Idealfall mit einem leichten \u00dcberschnitt versehen) auf das \u00e4u\u00dfertste Ende der gegnerischen Tischh\u00e4lfte platziert werden.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p>Unvergessen der Kickaufschlag von Jan Ove Waldner im Finale der 44. TT- WM 1997 in Manchester gegen keinen Geringeren als Vladimir Samsonov, der seinerzeit die stolze Krone des Welttischtennis trug. Die Zuschauer tobten ob der ungeheuren \u201cMajest\u00e4tsbeleidigung\u201d, als Jan Ove diesen Kunstschlag mitten in einem Weltfinale erfolgreich einsetzte. Vladi schaute <strong>sowas<\/strong> von konsterniert drein und erholte sich auch fortan nicht.<\/p>\n<p>Ein einziger bedeutsamer Schlag hatte seine Spuren hinterlassen. (F\u00fcr Neugierige, einfach mal bei YouTube suchen). Jan Ove gewann ganz sicher 3:0.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;||0px|||&#8220;]<\/p>\n<p>Der Stip-Aufschlag geh\u00f6rt zurzeit noch zu den \u201cExoten\u201d bei der Ausf\u00fchrung. Er wird im Welttischtennis vorzugsweise von Dimitri Ovtcharov und Kenta Matsudaira praktiziert.<\/p>\n<p>Bei der Ausf\u00fchrung geht der Schl\u00e4ger in die Hocke und versucht mit Vorhand aber auch wahlweise R\u00fcckhand je nach Aufschlagpunkt auf dem Schl\u00e4ger dem Ball unterschiedliche Rotationen zu verleihen.<\/p>\n<p>Unter You Tube findet man diverse Anleitungen zu den diversen Aufschlagsarten. Diese hier in allen Einzelheiten zu beschreiben, w\u00fcrde den hier gesteckten Rahmen sprengen.<\/p>\n<p>Neben der Aufschlagart und Schnittvariante kommen noch weitere Faktoren f\u00fcr einen erfolgreichen Aufschlag zum Tragen: Der <strong>Balltreffpunkt auf dem Schl\u00e4gerbelag.<\/strong><\/p>\n<p>Bereits als Kleinkind kommt man mit der Physik und seinen Naturgesetzen in Konflikt. Die Schwerkraft bringt uns schmerzlich in Erinnerung, wie es ist, wenn K\u00f6rper von einem stabilen Zustand in einen labilen geraten. Begeisternd nehmen kleine Kinder zur Kenntnis, dass \u00fcber die Hebelwirkung selbst der schwere Papa ein Leichtgewicht werden kann. Vorausgesetzt das Kind sitzt ganz hinten und der Vater vorne auf diesem Spielger\u00e4t.<\/p>\n<p>Genauso verh\u00e4lt es sich beim Tischtennissport. Ein Ball der am unteren Ende eines Schl\u00e4gerbelages getroffen wird, erh\u00e4lt bei identischer Handbewegung immer mehr Rotation als wenn dieser Ball im oberen Bereich (also nahe der Schlaghand) getroffen wird.<\/p>\n<p>Damit ist vorgezeichnet, sofern einem Ball mehr Rotation zugedacht werden soll, sollte man den Balltreffpunkt m\u00f6glichst immer im unteren Bereich (auch Schl\u00e4gerkopf genannt) anstreben.<\/p>\n<p>Damit ersch\u00f6pfen sich aber noch l\u00e4ngst nicht alle M\u00f6glichkeiten einer wirkungsvollen Aufschlagvariante, denn genauso entscheidend ist, ob der Ballkontakt vor dem imagin\u00e4ren Wendepunkt einer Schl\u00e4gerbewegung ausgef\u00fchrt oder nicht.<\/p>\n<p>Ich w\u00fcrde allen ernsthaft ambitionierten Spielern empfehlen, sich mit einem Aufschlag-Lehrvideo (z. B. von Timo Boll) diesem Thema ernsthaft zu n\u00e4hern. Ein bewegtes Bild kann komplexe Zusammenh\u00e4nge erheblich besser verdeutlichen als \u201csture\u201d Texte es hier verm\u00f6gen.<\/p>\n<p>Und wenn jetzt eine kritische Stimme im \u201cOff\u201d ert\u00f6nt, war\u2019s das denn nun endlich mit dem Thema \u201cGeheimnisse eines effektiven Auschlags\u201d? Nein. Leider nicht.<\/p>\n<p>Dazu kommen noch Faktoren wie Wurf- und Fallh\u00f6he des Balles die Belagarten, mit denen ich den Ball treffe und der allerwichtigste Faktor. Der <strong>Handgelenkeinsatz.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn man sein Handgelenk nicht in jener entscheidenden Millisekunde des Ballkontaktes zum Schl\u00e4ger mittels einer beabsichtigten Hand- Bewegung f\u00f6rmlich \u201cexplodieren\u201d lassen kann, dann war alles f\u00fcr die Katz. An dieser kaum sichtbaren Bewegung, die ausschlie\u00dflich dazu dient, um eine geplante Schnittvariante wirkungswoll und nachhaltig auszuf\u00fchren, h\u00e4ngt zuweilen die zentrale Frage: Sein oder Nichtsein. Sieg oder Niederlage.<\/p>\n<p>Aus den obigen Ausf\u00fchrungen, die mit Sicherheit nicht in ihrem Umfang komplett sein kann, kann man allerdings deutlich erkennen oder zumindest erahnen, wie komplex ein Aufschlag ist\/sein kann. Und es gibt nicht wenige Aktive, die darauf hinweisen, dass dieser Schlag \u2013 vor allem wirkungsvoll ausgef\u00fchrt \u2013 das schwierigste Element \u00fcberhaupt im Tischtennis w\u00e4re. Dem m\u00f6chte ich nur beipflichten.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h3>2.8. Hat die letzte Aufschlagregel\u00e4nderung durch die ITTF tats\u00e4chlich sein urspr\u00fcnglich angestrebtes Ziel erreicht?<\/h3>\n<p>Es ist somit nicht verwunderlich, dass aufgrund des hohen Erfolgsfaktors per Aufschlag direkt einen Punkt zu erzielen, dieser Schlag beim Training eine besondere Aufmerksamkeit erf\u00e4hrt.<\/p>\n<p>Profispieler erkl\u00e4ren gerne, dass sie stundenlang mit monotonen Aufschlagtraining eingebunden sind.<\/p>\n<p>Im Amateurbereich (vor allem in den unteren Klassen) scheint dieser Anspruch nicht gerade Begeisterungsst\u00fcrme ausgel\u00f6st zu haben, aufgrund des durch Beruf und Schule limitierten Zeitaufwandes, kommen \u00fcberwiegend andere Trainings\u00fcbungen als der Aufschlag zum Tragen.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<p><strong>Fassen wir unsere bisher gewonnenen Erkenntnisse zusammen:<\/strong><\/p>\n<p>1. Eine objektive Kontrolle der Ausf\u00fchrung eines korrekten Aufschlag ist weder dem Schiedsrichter, noch den Zuschauern und oftmals nicht einmal dem Gegner gegeben.<\/p>\n<p>2. Diese Unsicherheit f\u00fchrt de facto zu Unstimmigkeiten zwischen Spielern und den Schiedsrichtern.<\/p>\n<p>Zu diesen Erkenntnisse kommt noch die Frage der Zielerreichung dazu:<\/p>\n<p>3. Die letzte Regel\u00e4nderung durch die ITTF hatte als erkl\u00e4rtes Ziel, das TT-Spiel <strong>attraktiver zu gestalten<\/strong>. Dies ginge n. E. nur durch eine <span style=\"text-decoration: underline;\">Entsch\u00e4rfung der Aufschl\u00e4ge<\/span>, da gerade l\u00e4ngere Ballwechsel f\u00fcr die Zuschauer attraktiver sind. Mit der Erf\u00fcllung dieses Zieles verband sich die Hoffnung beim ITTF eine h\u00f6here Nachfrage der Spiele in den Medien zu generieren.<\/p>\n<p>4. Betrachtet man aber heutzutage den Tischtennisspitzensport in den Medien, so kommt man nicht umhin festzustellen, dass unser Sport leider weiterhin ein Schattendasein f\u00fchrt. Einzig die zahlreichen Internet\u00fcbertragungen sind f\u00fcr viele Tischtennisenthusiasten eine wahre \u201cOde an die Freunde\u201d.<\/p>\n<p>5. Selbst f\u00fcr die hartgesottensten Tichtennisfreaks hat die \u00dcbertragung eines Bundesligaspieles einen h\u00f6heren Unterhaltungswert, als wenn man die Matches der absoluten Weltspitze zuschaut. Bedingt durch die \u201chohe Qualit\u00e4t\u201d des Aufschlagspieles der chinesischen Cracks sind in der Folge die Ballwechsel \u00fcberwiegend extrem kurz.<\/p>\n<p>6. Selbst die mittlerweile eingef\u00fchrte Vergr\u00f6\u00dferung des Balles von 38 auf 40 mm sowie die Abl\u00f6sung des Zelluloids durch Plastik haben absolut keinen Effekt auf<\/p>\n<p><strong>Mein Ergebnis:<\/strong> Das angestrebte Ziel ist immer noch nicht erreicht. Es bedarf einer dringlichen Nachjustierung.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;]<\/p>\n<h3>2.9 Welche Risiken k\u00f6nnten bei einer Beibehaltung der existenten Aufschlagregel die Folge sein?<\/h3>\n<p>Falls es dem ITTF nicht in angemessener Zeit gelingt, das Regelwerk so anzupassen, dass<\/p>\n<p>&#8211; die Aufschlagkontrolle f\u00fcr Schiedsrichter, Gegner und Zuschauer einfacher nachzuvollziehen ist<\/p>\n<p>&#8211; der Aufschlag-Return durch den Gegner einfacher zu antizipieren ist und damit weniger fehlertr\u00e4chtig<\/p>\n<p>sehe ich die ernste Gefahr, dass unser ambitionierter Nachwuchs im st\u00e4rkeren Ma\u00dfe das Interesse am TT-Sport verliert (wer hat denn schon ernsthaft als Heranwachsender Lust, in jedem Training stupide eine Stunde Aufschl\u00e4ge zu \u00fcben).<\/p>\n<p>Ihr werdet mir hoffentlich recht geben. Tischtennis ist eine \u201cgeile\u201d Sportart und fasziniert in erster Linie durch Bewegung, durch spektakul\u00e4re Ballwechsel und nicht durch einen m\u00f6glichst raffinierten \u201cEinwurf\u201d ins Feld.<\/p>\n<p>Da allerdings s\u00e4mliche \u00c4nderungen aus den letzten Jahren die vom ITTF angestrebten oben aufgef\u00fchrten Ziele f\u00fcr den Aufschlag nicht griffen, steht jetzt der Tischtennissport vor der ganz entscheidenden Frage. Quo vadis? Und was tun?<\/p>\n<p>Zudem: Ziehen die Nationalverb\u00e4nde auch mit? Nationen, die jahrelang Zeit und somit Geld in Aufschlagtraining \u201cinvestiert\u201d haben, k\u00f6nnten ihr Veto bei einer beabsichtigten neuen Regel\u00e4nderung einlegen. Nur: F\u00fcr mich gibt es \u00fcberhaupt keine Alternative zu einer revolution\u00e4ren \u00c4nderung als immer nur kleine Puzzlest\u00fccke nach dem Prinzip \u201cHoffnung\u201d, die weder kontrollierbar noch von den Aktiven praktiziert werden?<\/p>\n<p>Dementsprechend halte ich es f\u00fcr dringlich notwendig, dass das ITTF hier so schnell wie m\u00f6glich das Steuer herumrei\u00dft \u2013 unser Schiff m. E. ist leider auf einem falschen Kurs.<\/p>\n<p>[\/et_pb_text][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; hover_enabled=&#8220;0&#8243; sticky_enabled=&#8220;0&#8243;]<\/p>\n<h3>2.10 Empfehlungen (subjektiv)<\/h3>\n<p>Um die beiden Ziele, Aufschlagentsch\u00e4rfung mit l\u00e4ngeren Ballwechseln und verbesserten Nachvollzug der Aufschlagkontrolle zu ereichen, gibt es nat\u00fcrlich <strong>kein Patentrezept.<\/strong><\/p>\n<p>Wenn das so einfach w\u00e4re, w\u00e4ren die unz\u00e4hligen Aktiven und Funktion\u00e4re auch selbst darauf gekommen.<\/p>\n<p>Aber gerade in diesen Zeiten, wo vielf\u00e4ltige Experimente \u00fcber die Z\u00e4hlweise, die Tischfarbe, der Fu\u00dfbodenbelagfarbe, Vermarktungsform, aufregende neue Belagfarben oder Click-Tischtennisturniere an der Tagesordnung sind, sollte der kritische Punkt \u201cAufschlagregel\u201d niemals aus den Augen verloren werden.<\/p>\n<p>Auf alle F\u00e4lle sollten die Sprecher der Aktiven in zuk\u00fcnftige Entscheidungsprozesse des ITTF noch st\u00e4rker eingebunden werden.<\/p>\n<p>Es sollte allen Funktion\u00e4ren klar sein, dass der E-Sport der jungen Generation erheblich mehr Aufregung und Abwechselung bietet, als stupides Aufschlag-R\u00fcckschlag-Spiel.<\/p>\n<p>Die Sch\u00f6nheit und \u00c4sthetik unseres Sportes muss wieder h\u00f6here Wertsch\u00e4tzung erhalten als ein trickreiches Aufschlagsspiel. Ich bin der Meinung, der ITTF sollte unbedingt zwei Versuchsreihen forcieren:<\/p>\n<p>1. Aufschl\u00e4ge d\u00fcrfen nur mit der R\u00fcckhand vor dem K\u00f6rper und in allen Phasen sichtbar in das diagonale Feld des Gegners geschlagen werden.<\/p>\n<p>2. Erh\u00f6hung des Netzes von 15,25 auf die eine H\u00f6he zwischen 16 und 17 cm.<\/p>\n<p>Diese Tests sollten m\u00f6glichst auf breiterer Ebene durchgef\u00fchrt werden und sollten sogar wissenschaftlich begleitet werden, damit endlich \u2013 nach langen Jahren \u2013 ein wirklicher Durchbruch im Regelwert erreicht wird. Unser Tischtennissport hat es mehr als nur verdient, nachvollziehbarer und attraktiver zu werden. Unser Sport sollte wieder mehr als Lust anstelle als Last begriffen und gew\u00fcrdigt werden. Wir m\u00fcssen es nur wollen.<\/p>\n<p><span>Viele Gr\u00fc\u00dfe, <\/span><\/p>\n<p><span>euer Roland aus dem XOLAY-Redaktionsteam<\/span><\/p>\n<p>[\/et_pb_text][\/et_pb_column][\/et_pb_row][\/et_pb_section]<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>[et_pb_section fb_built=&#8220;1&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_row _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220; custom_padding=&#8220;0px||||false|false&#8220;][et_pb_column type=&#8220;4_4&#8243; _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;][et_pb_text _builder_version=&#8220;4.9.0&#8243; _module_preset=&#8220;default&#8220;] Tischtennis Aufschlag &#8211; Alle Regeln, Tricks und Hintergr\u00fcnde 1. Einleitung \u00abWelcome to the Pleasuredom\u00bb, liebe Interessierten, ob Anf\u00e4nger, ob \u00abVereinsspieler\u00bb, hier seid Ihr richtig. Beim Tischtennis, eine der schnellsten Ballsportarten der Welt. 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