{"id":1651,"date":"2019-08-20T11:47:12","date_gmt":"2019-08-20T09:47:12","guid":{"rendered":"http:\/\/h166996.web201.dogado.net\/?p=1651"},"modified":"2020-06-26T14:27:43","modified_gmt":"2020-06-26T12:27:43","slug":"damen-tischtennis-hamburg","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/xolay.com\/de\/damen-tischtennis-hamburg\/","title":{"rendered":"Der Damenbereich im Hamburger Tischtennis &#8211; ein roher Diamant?"},"content":{"rendered":"<h2 style='display: none;' class='new-entry-title' id='new-entry-title'><\/h2>\n<p>Wenn man Berichte \u00fcber Meisterschaften liest oder auf die Webseiten der Vereine schaut, k\u00f6nnte man schnell den Eindruck bekommen, dass die weibliche Seite unseres Sports ein Schattendasein fristet. Der folgende Bericht soll der ganzen Sache mal auf den Grund gehen\u2026<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Weniger Ligen, Weniger Frauen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Rein n\u00fcchtern betrachtet, zeigt die TT-Maximus Seite als Aush\u00e4ngeschild f\u00fcr Hamburg schon ein starkes Ungleichgewicht zugunsten der Herren. Denn w\u00e4hrend es bei den Herren m\u00f6glich ist die ganze Palette von 4. Kreisliga&nbsp;bis Hamburg-Liga (Verbandsliga) mitzunehmen, startet es bei den Damen erst bei der 1. Kreisliga und geht bis zur besagten Verbandsliga. Jedoch sind es nicht nur weniger Klassifizierungen zwischen den Ligen (Kreis Bezirk, Landes, Verbandsliga), sondern es existieren auch weniger Parallelstaffeln. Bei den Herren gibt es sage und schreibe 4 Parallelstaffeln, jeweils in der 2. Bezirks- sowie in der 1. Bezirksliga. Im gro\u00dfen Kontrast dazu steht der Damenbereich, wo es lediglich zwei Staffeln f\u00fcr die 2. Bezirks- und nur <strong>eine <\/strong>Staffel f\u00fcr die 1.Bezirksliga gibt. <\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Die Mannschafts- und Staffelgr\u00f6\u00dfen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Nicht nur allein in der Anzahl der Staffeln zeigt sich der unglaubliche Spielerunterschied, sondern in den Ligen selbst wird einen die Diskrepanz offenbart. Tats\u00e4chlich wird nicht nur jede Liga mit 1-2 Mannschaften weniger gef\u00fcllt als die Herren, sondern jede Damenmannschaft spielt schon bereits ab den Kreisligen nur mit 4 Spielerinnen anstatt 6, w\u00e4hrend die Herren ununterbrochen bis zu den Bundesligen mit 6 Spielern antreten.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Landesliga der Vergleich<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das bedeutet in reinen Zahlen: Eine erste Landesliga der Herren kommt durchschnittlich auf 72 Spieler, w\u00e4hrend es bei den Damen in der gleichen Liga nur 40 Spielerinnen sind! Auff\u00e4llig ist auch hier, dass die Ligen zwar den gleichen Namen haben, doch betrachtet man die Werte der jeweiligen Spieler\/innen erkennt man, dass hier sehr wohl Niveauunterschiede bestehen trotz der gleichen Namensgabe. Durchschnittlich hat ein Herrenspieler im oberen Paarkreuz 1801,3 Punkte (24 Spieler als Ma\u00dfgabe), im Gegensatz dazu hat bei den Damen  eine Spielerin im oberen Paarkreuz im Durchschnitt vergleichsweise nur 1441,95 Punkte (20 Spielerinnen als Ma\u00dfgabe). Dies bedeutet, dass mehr als 350 Punkte diese Paarkreuze im direkten Kr\u00e4ftemessen trennen.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Warum erz\u00e4hlst du uns das?<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Klar, diese Fakten sind lange bekannt und somit erfinde ich das Rad nicht neu, dennoch glaube ich dass die Wahrnehmung dieser Unterschiede zu falschen Annahmen f\u00fchrt. Ich denke es ist fatal, wenn man allein aufgrund des QTTR Wertes und den Ligen den Damenbereich grundlegend schw\u00e4cher einsch\u00e4tzt und deshalb ihnen weniger Aufmerksamkeit schenkt. Dennoch zeigt sich das meines Erachtens besonders auf lokaler Ebene sehr h\u00e4ufig. Denn statt zu erkennen, dass gerade der Mangel an weiblichen Spielerinnen zu den gravierenden Unterschieden f\u00fchrt, wird stets hervorgehoben, wie man denn eine Leistung im Damenbereich nun wirklich bewerten soll, wenn man mit&nbsp;knapp 1450 Punkten ein gutes Landesliganiveau bei den Damen mitbringt und bei den Herren mit dem exakten Wert lediglich in der 2. Bezirksliga im unteren Paarkreuz spielen w\u00fcrde. Dabei hat gerade der Tischtennisbereich der Damen in Hamburg eine Menge zu bieten.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Die Vielfalt von Spielsystemen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p style=\"text-align:left\">Tats\u00e4chlich bin ich der Meinung, dass rein von dem Blickwinkel auf die unterschiedlichen Spielsysteme, der Damenbereich dem Herrenbereich voraus ist. Gerade im Damenbereich findet man von der typischen Block-Konter Spielerin, bis zu der gnadenlosen Vorhandtopspin Spielerin alle nur vorstellbaren Zwischenstufen und Spielsysteme. Auff\u00e4llig ist die F\u00fclle an Material, dessen rege Verwendung sich sogar hochzieht bis in den Profibereich. Beispiel hierf\u00fcr w\u00e4re die sehr erfolgreiche Mima Ito, \u00fcber die ihr mehr lesen k\u00f6nnt in dem Artikel: <a href=\"https:\/\/xolay.com\/mattias-falck\/ \">\u201eMatthias Falck. Ebnet der Plastikball den Weg f\u00fcr die kurze Noppe?\u201c<\/a> Pers\u00f6nlich denke ich, dass gerade diese Abwechslung in unseren Sport den Damenbereich potentiell attraktiv macht f\u00fcr Zuschauer. Jedoch sind nicht nur die Spielweisen etwas f\u00fcrs Auge, denn die Spitzenspierinnen der Hansestadt verzeichnen auch extrem starke sportliche Erfolge:<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>\u00dcberregional stark vertreten<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die schiere Anzahl von Damenmannschaften aus Hamburg, welche in den \u00fcberregionalen Ligen antreten ist tats\u00e4chlich beachtlich. Zur kommenden Saison spielen drei Damenmannschaften in der Verbandsoberliga (St. Pauli, GW Harburg und Urania Bramfeld II), vier Mannschaften in der Oberliga (Niendorfer TSV, Urania Bramfeld, SC Poppenb\u00fcttel II und Sc Poppenb\u00fcttel III), eine Mannschaft in der Regionalliga(Germania Schnelsen) und sogar eine Mannschaft in der 3.Bundesliga(SC Poppenb\u00fcttel). Einige dieser Mannschaften m\u00f6chte ich euch hier noch einmal vorstellen.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>St. Pauli<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Huch? Wird wohl der eine oder andere jetzt sagen. Wieso interessiert sich Cedric so sehr f\u00fcr eine Mannschaft, welche sich gerade so im unteren bis mittleren Bereich der Verbandsoberliga halten konnte. Nun ja, einerseits ist die Stimmung in dieser Mannschaft und allgemein beim FC St. Pauli einmalig (Jeder der die Chance hat beim allj\u00e4hrlichen Kiez-Cup teilzunehmen sollte dies tun!) und andererseits ist vor allem die Nummer Eins der Mannschaft: Mengchi Wang, einen Besuch auf dem Kiez wert. Mit ihren kompromisslosen Angriffsspiel und starken, kurzen Noppenspiel dominierte sie die Liga in der letzten Saison im Alleingang. Damit f\u00fchrte sie fort, was sie bereits 2016\/2017 begonnen hatte. Denn bereits in der Landesliga gab sie kein Spiel ab und auch&nbsp; nach dem Aufstieg in die Hamburg Liga setzte sie diesen Trend fort. In der letzten Saison schlie\u00dflich spielte sie eine atemberaubende 29:0 Bilanz. Und wer meint, tja bei den Damen gibt\u2019s ja keine Konkurrenz, Mengchi gewann auch alle ihre Spiele bei den Eins\u00e4tzen in der 1. Landesliga der Herren.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>1. Damen der&nbsp; TTSG Urania Bramfeld<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Was f\u00fcr eine Saison f\u00fcr die 1. Damen der TTSG Urania Bramfeld. Nachdem eigentlich alles nach einem \u00fcberzeugenden Aufstieg in der Hinserie aussah (20:0 Punkte), wollte es in der R\u00fcckrunde nicht ganz so klappen. Umso besser, dass es am Ende doch funktioniert hat, denn diese Damen sind ein solides Team, welches nirgendwo eine wirklich erkennbare Schw\u00e4che aufzeigt. Gerade das obere Paarkreuz mit Michaela Bruchlos und Maike Teuber, wusste&nbsp;zu \u00fcberzeugen und letztere zeigte auch bei der letzten HEM eine tolle Form. Verst\u00e4rkt wird die Mannschaft durch die neue Nr. 1.&nbsp;Jessica Boy aus Oldenburg. Wir d\u00fcrfen gespannt sein, was alles in der Oberliga mit dieser Mannschaft m\u00f6glich ist!<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Tus Germania Schnelsen<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Die Damenmannschaft des TUS Germania Schnelsen ist schon ein Veteran in der Regionalliga. Auch wenn die bisherigen Saisons nicht unbedingt die erfolgreichsten waren, sollte gerade dieses Jahr das Augenmerk besonders auf dieser Mannschaft liegen. Denn Schnelsens erneute Nr.1 Amrutha Pushpak ist eine der besten Spielerinnen in der Liga \u00fcberhaupt und verlor in der letzten Saison nur ein Einzel. Zus\u00e4tzlich kehrt aus D\u00fcsseldorf dann Elena Uludintceva zur\u00fcck, die auch in der Vergangenheit schon hochpositive Bilanzen spielte. Des Weiteren wird das Team verst\u00e4rkt durch Jana Fernholz, welche Oberligaerfahrungen von dem SV Friedrichsgabe mitbringt. Im unteren Teil der Mannschaft sitzt dann der harte und bew\u00e4hrte Kern mit Thanh Viet Tran, Daniela Henning und Jule Gez. Fraglich ist nun nat\u00fcrlich, wie oft die einzelnen Spielerinnen wirklich zum Einsatz kommen, aber rein auf dem Papier sieht die Mannschaft f\u00e4hig aus, in die 3. Liga aufzusteigen. <\/p>\n\n\n\n<h2><strong>SC Poppenb\u00fcttel<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Das Beste kommt bekanntlich zum\nSchluss. Sie haben es geschafft! Der Aufstieg in die 3. Liga ist schon etwas Besonderes\nund beim momentanen Stand sind sie seit langem die einzige&nbsp; Hamburger Mannschaft \u00fcberhaupt, welche etwas\nBundesligaluft schnuppern darf. Dennoch muss man nicht illusorisch sein, die 3.\nLiga zu halten wird ein sehr schweres Unterfangen. Doch die Mannschaft vom SC\nPoppenb\u00fcttel konnte sich sehr starke Verst\u00e4rkung holen, in dem sie die\nSpielerin Galila Nasser vom HSV verpflichtete. F\u00fcr jene unter euch, die ihren\nNamen noch nicht geh\u00f6rt haben, es handelt sich hierbei um eine ehemalige\n\u00e4gyptische Nationalspielerin, welche in der letzten Saison beim HSV bei den\nHerren in der 2. Landesliga aufgeschlagen hat. Ich hatte das Vergn\u00fcgen sie live\nspielen zu sehen, da sie in unserer Staffel war und ich muss schon sagen, sie\nspielt schon auf einem sehr hohen Level.&nbsp;\nRepr\u00e4sentativ f\u00fcr ihr Niveau ist auch ihre makellose Bilanz: In der\nganzen Serie verlor sie im oberen Paarkreuz lediglich ein Spiel. Zusammen mit\nder mehrfachen Olympiateilnehmerin Olufunke&nbsp;\nOshonaike, der Verbandstrainerin Jasmin Kersten und dem Spitzentalent\nAnna Tietgens wollen sie nun das Projekt 3 Liga in Fahrt bringen. Ich bin sehr\ngespannt was wir von den Damen erwarten k\u00f6nnen und werde bestimmt auch selber\nden einen oder anderen Abstecher in die Halle machen, um mir das Spektakel\nanzuschauen.<\/p>\n\n\n\n<h2><strong>Unterst\u00fctzung wird gebraucht<\/strong><\/h2>\n\n\n\n<p>Also ihr Lieben, st\u00fcrmt in die\nHallen, denn die Damen w\u00e4ren bestimmt f\u00fcr jeden Zuschauer \u00fcberaus dankbar!<\/p>\n\n\n\n<p>Cedric Thornton<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Wenn man Berichte \u00fcber Meisterschaften liest oder auf die Webseiten der Vereine schaut, k\u00f6nnte man schnell den Eindruck bekommen, dass die weibliche Seite unseres Sports ein Schattendasein fristet. 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